US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, der Luftraum über und um Venezuela solle als gesperrt betrachtet werden.
Laut AFP stellt dies eine weitere Eskalation des Konflikts mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro dar.
0 Sekunden von 0 Sekunden, Lautstärke 10 %
Werbung wird geladen
„An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Der Luftraum über und um Venezuela ist ab sofort vollständig gesperrt“, schrieb Trump auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Er äußerte sich nicht weiter dazu.
Venezuela verurteilte Trumps Aussage und bezeichnete sie als kolonialistische Drohung, wie Nachrichtenagenturen berichteten.
„Venezuela verurteilt die kolonialistische Drohung, die darauf abzielt, die Souveränität des Landes über seinen Luftraum zu verletzen. Dies stellt einen neuen, ungeheuerlichen, illegalen und ungerechtfertigten Angriff auf das venezolanische Volk dar“, erklärte das venezolanische Außenministerium.
Die Spannungen zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten haben sich in den letzten Monaten verschärft, vor allem aufgrund der verstärkten US-Militärpräsenz in der Karibik, die Washington mit dem erklärten Kampf gegen den Drogenhandel begründet.
US-Angriffe auf Schiffe, die im Verdacht stehen, Drogen zu schmuggeln, haben mindestens 83 Menschenleben gefordert. Die USA haben jedoch noch keine Beweise dafür vorgelegt, dass diese Schiffe tatsächlich zum Drogenschmuggel genutzt wurden.
Die Trump-Regierung wirft Maduro zudem vor, den internationalen Drogenhandel zu unterstützen, und hat eine Belohnung von 50 Millionen Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zu seiner Festnahme führen. Caracas hingegen behauptet, die USA nutzten den Drogenkrieg als Vorwand für einen Regimewechsel in Venezuela, um an dessen Ölreserven zu gelangen.
Letzte Woche riefen die US-Luftfahrtbehörden zivile Flugzeuge, die den venezolanischen Luftraum nutzen, aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage und der verstärkten militärischen Aktivitäten in und um Venezuela zu erhöhter Vorsicht auf.
Sechs Fluggesellschaften reagierten darauf mit der Aussetzung ihrer Flüge nach Venezuela, woraufhin diese ihre Flüge im Land einstellten und erklärten, sie hätten sich „an vom US-Staat unterstützten Akten des Staatsterrorismus beteiligt“.
Die New York Times berichtete am Freitag, dass Trump und Maduro letzte Woche telefonisch über ein mögliches Treffen in den USA gesprochen hätten. Das Gespräch fand einen Tag nach der Ankündigung des US-Präsidenten statt, dass Operationen zur Bekämpfung des venezolanischen Drogenhandels auf dem Landweg bald beginnen würden.
