Weiter zum Hauptinhalt↵ NEUES WERK IN DEN USA : AUDI WIRD ZUM TRUMP-JOKER
US-Präsident Donald Trump (80) mit Audi-Chef Gernot Döllner (57) bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Georgia
Foto: Mike Stewart/AP/dpa Alexander
Kriegl
25.10.2026 – 07:37 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Perry (US-Bundesstaat Georgia) – Donald Trump (80) steckt mitten im Wahlkampfendspurt vor den Midterms. Die Umfragen sagen eine Niederlage seiner Republikaner voraus – da kann jede gute Nachricht helfen! Also lässt es sich der US-Präsident nicht nehmen, bei einer Wahlkampfveranstaltung neue Arbeitsplätze zu versprechen: Der deutsche Autobauer Audi wird in Georgia ein neues Werk bauen. Es wird die erste Audi-Fabrik in den USA .
200.000 AUTOS PRO JAHR
Trump sparte nicht mit großen Tönen: „Ich freue mich sehr, heute eine riesige Investition im Automobilbereich im großartigen Bundesstaat Georgia durch ein fantastisches Unternehmen ankündigen zu dürfen.“ Audi werde 4,2 Milliarden Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) investieren und im November mit dem Bau beginnen, so Trump. 200.000 Autos der Modelle Q7, Q8 und Q9 sollen jährlich in Georgia produziert werden. „Dies wird die größte Einzelinvestition in der jüngeren Geschichte der Automobilindustrie sein“, so Trump.
Audi-Chef Gernot Döllner sprach über die Pläne des Autobauers in den USA, Trump hörte zu
Foto: Getty Images via AFP Dann rief er Audi-Chef Gernot Döllner (57) auf die Bühne. „Ich hätte ihn lieber nicht hier oben. Er sieht einfach zu gut aus“, scherzte Trump. Döllner dankte Trump für seine Unterstützung und sprach von einer „fantastischen Möglichkeit“. Der Audi-Chef (seit 2023 im Amt): „Das ist ein langfristiges Investment, denn wir glauben an den amerikanischen Markt.“
4500 JOBS SOLLEN ENTSTEHEN
Audi rechnet nach eigenen Angaben damit, noch in diesem Jahr mit den Erdarbeiten und 2028 mit dem Bau des neuen Werks zu beginnen. Die volle Produktionskapazität von 200.000 Autos pro Jahr soll 2031 erreicht werden. 4500 neue Jobs sollen entstehen. Außerdem plant Audi, 25.000 Fahrzeuge im benachbarten South Carolina zu bauen.
Bisher hatte Audi seine Fahrzeuge für den US-Markt aus Europa oder Mexiko importiert. Die Trump-Zölle hatten den Autobauer im Vorjahr mit 1,2 Milliarden Euro belastet, der US-Absatz ging zurück. Denn die politische Stoßrichtung der Trump-Regierung ist klar: Wer dort verkaufen will, soll möglichst auch dort produzieren. Daher prüfte VW für Audi mehr Produktion in den USA (BILD berichtete) – nun steht der Plan für das erste Werk.
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