Weiter zum Hauptinhalt↵ „UNANSTÄNDIG“! „UNMENSCHLICH!“ : KLINGBEIL UND SCHWESIG GEHEN WEGEN BAS AUF UNION LOS
VIZEKANZLER SAGT INDIEN-REISE AB
SPD-Chef Lars Klingbeil (48)
Foto: Michael Brandt/dpa Marcel
Auermann
12.10.2026 – 10:22 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Berlin – Der dramatische Bas-Rückzug! Bärbel Bas (58, SPD) trat am Montagmorgen als SPD-Co-Chefin und Bundesarbeitsministerin zurück. Als Grund nannte sie die Trauer nach dem Tod ihrer Stieftochter, die ihr die Ausübung der Ämter erschwere. Gleichzeitig machte sie in ihrer Rücktrittserklärung aber auch Vorwürfe an die Koalitionspartner aus der Union.
Sie müsse „leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden“, schrieb Bas.
Hintergrund: Zuletzt mehrte sich die Kritik daran, dass sie Reformen verschleppen, Gesetzesentwürfe nicht vorlegen würde, zum Beispiel bei der Grundsicherung und der Rente. Auch ein Gesetzentwurf zur Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit lag bislang nicht vor.
Für die Verarbeitung des Todes ihrer Stieftochter benötigt sie Ruhe und Zeit: Bärbel Bas (58)
Foto: picture alliance/dpa Dagegen hatten führende Unionspolitiker zuletzt Verständnis dafür gezeigt, dass Bas in ihrer Trauerzeit nicht am Koalitionsausschuss teilnehmen konnte. Aus anderen Reihen der Union gab es jedoch öffentliche Kritik.
KANZLER MERZ ZEIGT SICH EMPATHISCH
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) ging auf diesen Zoff nicht ein, sondern verabschiedete Ministerin Bas so nett wie möglich. „Bärbel Bas und ich haben in der Bundesregierung vertrauensvoll zusammengearbeitet. Für das Engagement danke ich ihr. Ihre Entscheidung verdient Respekt. Als Vater und Großvater kann ich nur erahnen, wie schwer dieser Verlust wiegt. Ihr und ihrer Familie wünsche ich viel Kraft“, schrieb er auf X. Nach BILD-Infos richtet sich die Wut der SPD aber auch gegen Merz. Die Genossen werfen auch ihm einen rücksichtslosen Umgang mit Bas vor.
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Klingbeil dagegen pflichtete Bas in ihrer Attacke auf die Union bei: „Die Angriffe gegen sie in den letzten Tagen ihrer Trauer waren unanständig. Sowas gehört sich nicht.“
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung. soziale Netzwerke aktivieren Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über ” Widerruf Tracking und Cookies ” am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier . Bas habe „mit klarem Kompass und Geradlinigkeit“ Verantwortung übernommen und sich mit voller Überzeugung für die Menschen in unserem Land eingesetzt, würdigte Klingbeil seine bisherige Mitstreiterin.
Zudem sagte er seine Reise nach Indien ab, zu der er am späten Montagnachmittag aufbrechen wollte. Dies teilte sein Ministerium mit. Auch seine im Anschluss an Indien geplante Weiterreise zur Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds in Thailand liegt damit auf Eis.
SCHWESIG: ATTACKEN „UNMENSCHLICH UND RÜCKSICHTSLOS“!
Noch härter ging Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) die Union an. „Mein Mitgefühl gilt Bärbel Bas“, schrieb sie auf X. Und dann: „Die Attacken der CDU – trotz ihrer persönlichen schweren Situation – waren unmenschlich und rücksichtslos.“
MeckPomms Landeschefin Manuela Schwesig (52, SPD)
Foto: Jens Büttner/dpa Der Rücktritt kommt für die ohnehin unter Druck stehende schwarz-rote Koalition zur Unzeit. SPD und CDU hatten zuletzt bei Umfragen und Landtagswahlen an Rückhalt verloren. Im Bundesarbeitsministerium stehen wichtige Reformvorhaben an.
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