Weiter zum Hauptinhalt↵ MEDIENBERICHT : HANNING SOLL GEHEIMNISSE AN ASERBAIDSCHAN VERRATEN HABEN
EX-BND-CHEF FESTGENOMMEN
Soll Geheimnisse an fremde Mächte verraten haben: Ex-BND-Chef August Hanning (80)
Foto: picture-alliance/dpa Marco
Büttner
06.10.2026 – 20:41 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Berlin – Mehr als 2000 geheime Dokumente soll sich der frühere BND-Präsident August Hanning (80) beschafft haben. Nun gibt es einen brisanten Verdacht: Nach Recherchen des „Spiegel“ könnte der Ex-Geheimdienstchef eine Analyse für den Geheimdienst von Aserbaidschan erstellt haben. Die Ermittler prüfen demnach, ob vertrauliche Informationen weitergegeben wurden.
Nach Informationen des „Spiegel“ verdichten sich in der Affäre um den wegen Spionageverdachts festgenommenen früheren BND-Präsidenten August Hanning die Hinweise auf mögliche Kontakte zum aserbaidschanischen Geheimdienst. Das Nachrichtenmagazin berichtet, Ermittler gingen dem Verdacht nach, dass Hanning mit einem Agenten der Kaukasusrepublik in Verbindung gestanden habe.
Manfred D., ehemaliger Büroleiter des ehemaligen BND-Präsidenten Hanning, wird nach seiner Festnahme zum BGH in Karlsruhe gebracht. Der Ex-Geheimdienstchef Hanning und sein Vertrauter stehen im Visier der Ermittler.
Foto: Rene Priebe/René Priebe/dpa Der Generalbundesanwalt wirft dem 80-Jährigen vor, sich über seinen früheren Büroleiter Manfred D. als geheim eingestufte BND-Unterlagen beschafft zu haben. Diese soll Hanning laut den Ermittlern für eine Analyse genutzt haben, die für einen Mitarbeiter eines ausländischen Nachrichtendienstes bestimmt gewesen sein soll. Ob das Dokument tatsächlich übermittelt wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Bekannt sind zudem frühere Verbindungen Hannings nach Aserbaidschan . So gehörte der ehemalige BND-Chef dem Vorstand des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums an.
Hanning war am Dienstag festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der landesverräterischen Ausspähung, des versuchten Landesverrats sowie geheimdienstlicher Agententätigkeit ermittelt. Zeitgleich nahmen die Behörden auch seinen früheren Büroleiter Manfred D. fest. Nach bisherigen Erkenntnissen soll dieser Hanning bis 2022 gegen Bezahlung tausende Dokumente, darunter auch Verschlusssachen, aus dem BND beschafft haben. Am Mittwoch soll Hanning einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) vorgeführt werden.
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