Liebe Leserin, lieber Leser,
natürlich hat mich die Vaterschaft von Jens Spahn in dieser Woche aufgewühlt. Doch ich bin immer noch im Urlaub, deswegen stelle ich das Thema weiter nach hinten. Obendrein sind mittlerweile in vielen Bundesländern Ferien, womöglich lesen Sie den Newsletter vom Balkon ihrer Ferienwohnung. Oder genießen ihre Auszeit mit Ausflügen.
Egal, ob es zum coolsten Vintage-Shop in Berlin-Prenzlauer Berg geht, ob der Sonnenuntergang auf Zeche Zollverein in Essen bewundert wird, ob wir die Höhlen-Strandbar in den Felsen von Dubrovnik gefunden haben oder uns auf den Weg zu den Drei Zinnen in den Dolomiten machen: Irgendwo läuft immer jemand mit dem Smartphone in der Hand rum, auf der Suche nach dem vermeintlich besonders witzigen, gefährlichen oder einfach nur atemberaubend schönen Ort.
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Bleiben wir bei den Drei Zinnen: „Da braucht es keine Worte“, schreibt jemand auf Instagram zum Foto. Ein anderer stellt eine ganze Auswahl rein. Zugegeben: Die Bilder der Felsen, Schluchten, Aussichten sind spektakulär. Doch der Preis für die Fotos ist hoch: Um die Besucherströme zu lenken, gibt es Zugangsbeschränkungen.
Eine Stunde kann es dauern, bis der Platz im Shuttle zum Berg ergattert ist. Eine Stunde bei sengender Hitze. Aber ach, Hauptsache, das Foto ist „instagrammable“, erzeugt also eine Menge Likes von Leuten, die dann auch da hinwollen. Italien-Korrespondentin Micaela Taroni beschreibt, wie sich der Massentourismus in den Dolomiten durch die sozialen Medien zuspitzt.
