Dass Ronja Forcher heute bereits auf eine Karriere zurückblicken kann, für die andere drei Leben bräuchten, verdankt sie auch ihren Genen. Als Tochter des Schauspielers Reinhard Forcher stand sie schon im Vorschulalter auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Ihr Filmdebüt feierte sie 2003 kurioserweise in einem Bollywood-Streifen, bevor sie an der Seite von TV-Legenden wie Christine Neubauer und Sascha Hehn in „
Im Tal des Schweigens“ oder im „Traumhotel“ in der Karibik spielte. „Ich weiß bis jetzt nicht, was Lampenfieber ist“, gesteht die Powerfrau heute schmunzelnd. Der ganz große, lebensverändernde Knall folgte jedoch im Jahr 2008, als sie im zarten Alter von elf Jahren als Lilli Gruber beim „Bergdoktor“ einstieg. Aus der süßen Serientochter von Hans Sigl ist längst eine erwachsene, eigenständige Frau geworden, die aus der Erfolgsserie, die unaufhaltsam auf ihre monumentale 20. Staffel zusteuert, absolut nicht mehr wegzudenken ist.
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Doch das Leben im Rampenlicht fordert seinen Tribut – besonders, wenn man eine ungewöhnliche Kindheit zwischen Klassenzimmer und weltweiten Filmsets navigieren muss. Ein ganz besonderer Mensch war dabei stets Ronjas Fels in der Brandung: ihre Großmutter Heidi, die in diesem Jahr stolze 88 Jahre alt wird. „Ohne die Großmutti wäre ich nicht hier“, betont der Serien-Star mit feuchten Augen. Die Oma las mit ihr Drehbücher, flog mit ihr um die Welt und schenkte ihr genau den privaten Zufluchtsort, den ein Kinderstar braucht, um nicht abzuheben oder an dem immensen Druck zu zerbrechen.
Wie bitter nötig Ronja diesen familiären Halt hatte, zeigte sich, als das Schicksal mit voller Härte zuschlug. Mit gerade einmal 13 Jahren musste die junge Schauspielerin den schmerzhaftesten Verlust ihres Lebens verkraften: Ihre beste Freundin Sarah starb an einer unheilbaren Krankheit. Obwohl sich beide Mädchen jahrelang auf diesen unaufhaltsamen Abschied vorbereitet hatten, war der finale Schlag ein unerträglicher Schock. Doch statt in tiefe Depressionen zu verfallen, flüchtete sich die junge Ronja in ihre Arbeit.
Nur einen einzigen Tag nach dem tragischen Tod ihrer Freundin stand sie wieder am Set in Ellmau. Ein Schritt, den viele bis heute kaum fassen können. „Ich habe diesen Halt von meiner Figur Lilli gebraucht“, erinnert sich Ronja heute im Rückblick. Es war ein großes Geschenk, für einen Tag aus dem eigenen, schmerzhaften Leben auszusteigen und in eine heile Alpen-Welt einzutauchen. Diese Erfahrung prägt sie bis heute: Das Älterwerden und das Erreichen der 30 sieht sie durch Sarahs Tod nicht als Krise, sondern als pures, unbezahlbares Geschenk.
Aus dieser tiefen Dankbarkeit heraus speist sich auch der enorme Mut, den Ronja Forcher immer wieder beweist – sei es im Privatleben oder vor der Kamera. Ihr wohl spektakulärster Befreiungsschlag abseits des „Bergdoktors“ war zweifellos das hochexklusive und viel diskutierte Covershooting für den „Playboy“, für das sie sprichwörtlich alle Hüllen fallen ließ. Ein Schritt, der die Nation spaltete, für Ronja selbst aber eine absolute Notwendigkeit war, um sich von den letzten Fesseln des ewigen „Kinderstar-Images“ zu befreien. „Ich musste das machen“, stellte sie klar und bewies damit, dass sie sich von niemandem in eine Schublade stecken lässt.
Heute, im Jahr 2026, ist die Tirolerin längst im reinen mit sich selbst. Seit 2022 ist sie glücklich mit ihrem Schauspielkollegen Felix Briegel verheiratet, und die Zeichen stehen im Hause Forcher-Briegel ganz klar auf Zukunft. „Ich glaube,
Felix und ich hätten genug Liebe, um sie noch einem dritten Menschen zu schenken“, verriet sie kürzlich mit Blick auf einen potenziellen Kinderwunsch. Ob Babyglück oder neue, packende Drama-Szenen am Set der 20. Staffel des „Bergdoktors“ – Ronja Forcher geht ihren Weg mit erhobenem Haupt, tiefer Demut und einer unbändigen Lebensfreude. Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag, liebe Ronja! Bleib genau so wunderbar authentisch, wie du bist!
