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Live-Ticker: Bärbel Bas tritt zurück | Politik | BILD.de

Weiter zum Hauptinhalt↵ LIVE-TICKER : BÄRBEL BAS TRITT ZURÜCK

Bärbel Bas (58, SPD)

Foto: Axel Schmidt/REUTERS Marcel

Auermann

12.10.2026 – 10:22 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Berlin – Politischer Knall in Berlin! Bärbel Bas (58, SPD) zieht sich überraschend von der Parteispitze und aus dem Amt der Bundesarbeitsministerin zurück. Der Grund: ein schwerer persönlicher Schicksalsschlag. Die Politikerin braucht Zeit, um den Tod ihrer Stieftochter zu verarbeiten. In einer am Montag von der SPD-Spitze verbreiteten Erklärung machte Bas deutlich, dass ihr derzeit die Kraft fehlt, ihre Ämter weiter auszuüben. Der Verlust in der Familie wiegt schwer.

Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie im Live-Ticker:

keine neuen Meldungen *

* 12.10.2026 – 10:21 Uhr WADEPHUL WÜRDIGT BAS

Außenminister Johann Wadephul hat Bärbel Bas nach ihrer Rücktrittsentscheidung als SPD-Chefin und Arbeitsministerin persönlich gewürdigt, sieht aber keine Auswirkungen auf die Arbeit der Koalition. Seine Gedanken seien bei Bas, „weil sie wirklich ein sehr feiner Mensch ist, der uns in der Koalition sicherlich auch fehlen wird“, sagte der CDU-Politiker beim Eintreffen zum zweiten Tag einer Klausur der CDU-Spitze zur Serie schwerer Niederlagen bei den Landtagswahlen im September.

„Für die Koalition bedeutet das natürlich gar nichts“, sagte Wadephul und fügte hinzu: „Wir haben eine Aufgabe zu erfüllen hier für vier Jahre.“ Es spüre jeder in dieser Zeit, dass Deutschland und Europa Stabilität brauchten. „Dafür steht diese Koalition.“ Die SPD werde in Ruhe und Sorgfalt über die Nachfolge von Bas beraten. „Aber die Arbeit muss weitergehen. Deutschland braucht eine handlungsfähige Regierung. Europa braucht ein handlungsfähiges Deutschland“, sagte Wadephul.

Außenminister Johann Wadephul

Foto: Michael Kappeler/dpa

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* 12.10.2026 – 10:19 Uhr CARITAS BEKLAGT INAKZEPTABLE ANFEINDUNGEN

Der Rücktritt von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) ist laut Caritasverband eine Folge von „inakzeptablen persönlichen Anfeindungen“ gegen die Ministerin. „Ihr verlässliches, leidenschaftliches Bemühen, gefundene Kompromisse in der Regierung umzusetzen, wurde permanent vom Koalitionspartner in Frage gestellt und hintertrieben“, sagte Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa. In einer solchen Kultur gegenseitiger Anfeindungen könne Regierungspolitik nicht erfolgreich sein.

Bas Nachfolger Alexander Schweitzer (SPD) wünsche sie, dass sein Amtsantritt verbunden sei mit der Einsicht der Regierungsparteien, „dass Kompromissfähigkeit und gegenseitiges Vertrauen Goldstandard sein müssen“. Nur so könne zukunftsfähige Sozialpolitik gelingen. „Die Menschen erwarten politische Entscheidungen, die ihre Sorgen und ihre Lebenswirklichkeit in den Mittelpunkt stellen, anstatt parteipolitische Personaldebatten.“

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* 12.10.2026 – 10:11 Uhr THÜRINGER SPD-CHEF MAIER ZOLLT BÄRBEL BAS RESPEKT

Thüringens SPD-Chef Georg Maier hat seiner Parteikollegin Bärbel Bas Respekt für ihre Entscheidung gezollt, sich von ihren Ämtern zurückzuziehen. „Nach dem schweren persönlichen Verlust, den sie erlitten hat, ist es richtig und wichtig, dass sie sich die Zeit nimmt, die sie für ihre Trauer und ihre persönliche Erholung braucht“, sagte Maier laut Mitteilung der SPD.

Maier betonte, Bas habe entschlossene Politik gemacht und Verantwortung übernommen. Dafür gebühre ihr Anerkennung. „Die Festschreibung des Rentenniveaus, die Reform des Bürgergeldes und die aktuell diskutierte Rentenreform stehen beispielhaft für ihren Anspruch, konkrete Antworten auf die sozialen Fragen unserer Zeit zu geben und notwendige Entscheidungen nicht aufzuschieben“, sagte Maier. Sie habe auch schwierige Debatten nicht gescheut und Verantwortung übernommen, auch wenn Entscheidungen politisch anspruchsvoll gewesen seien.

Foto: Jacob Schröter/dpa

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* 12.10.2026 – 09:58 Uhr SCHNEIDER NENNT RÜCKTRITT VON BAS „SCHMERZLICH“

Bundesumweltminister Carsten Schneider bedauert den Rücktritt von SPD-Chefin Bärbel Bas. „Bärbel Bas hat exzellente Arbeit als Parteivorsitzende, aber auch als Arbeitsministerin gemacht“, sagte der SPD-Politiker am Rande eines EU-Umweltministertreffens in Luxemburg. „Das ist ein sehr schmerzlicher Rücktritt, den wir jetzt auch erst mal verarbeiten müssen.“ Er zeige, dass Politik „ein sehr aufreibendes und auch hartes Geschäft in der Öffentlichkeit“ sei.

Schneider sagte weiter, er kenne Bärbel Bas nicht nur als Kollegin im Kabinett und Parteivorsitzende, sondern auch aus vielen gemeinsamen Jahren im Bundestag. Er schätze sie sehr. Ihren persönlichen Schritt gelte es zu respektieren. Zur Frage, wer den Job von Bas an der Parteispitze übernehmen soll, wollte sich Schneider nicht äußern.

Bundesumweltminister Carsten Schneider

Foto: Michael Brandt/dpa

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* 12.10.2026 – 09:51 Uhr KANZLER MERZ ZEIGT SICH BETROFFEN

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) sagt zum Rücktritt von Bärbel Bas: „Bärbel Bas und ich haben in der Bundesregierung vertrauensvoll zusammengearbeitet. Für das Engagement danke ich ihr. Ihre Entscheidung verdient Respekt. Als Vater und Großvater kann ich nur erahnen, wie schwer dieser Verlust wiegt. Ihr und ihrer Familie wünsche ich viel Kraft.“

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* 12.10.2026 – 09:46 Uhr NACHDENKLICHE WORTE VON FRÜHEREM TOP-SPD-MANN

Der SPD-Politiker und ehemalige Staatsminister Michael Roth stimmt nachdenkliche und kritische Worte beim Nachrichtendienst X an: „Die Auseinandersetzung in der Sache ist dagegen vielen zu anstrengend. Dabei darf und muss man Politikerinnen und Politiker kritisieren, auch Bärbel Bas. Aber bitte in der Sache. Auch ein Politiker erkrankt, trauert, braucht Zeit, aber keine Häme und Hass. Wollt ihr wirklich, dass am Ende nur die Zyniker und die Dickfelligen übrig bleiben? Die, die das Stahlgewitter auf X und in den Talkshows brauchen wie die Luft zum Atmen? Ich habe meine Zweifel, dass das die Politik besser macht.“

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* 12.10.2026 – 09:40 Uhr NRW-SPD BEDAUERT BAS-RÜCKTRITT

Nach dem Rücktritt der Duisburger SPD-Politikerin Bärbel Bas als SPD-Bundesvorsitzende und als Bundesarbeitsministerin haben führende Vertreter von Nordrhein-Westfalens Sozialdemokraten ihr Bedauern geäußert. „Der Rücktritt von Bärbel Bas macht mich nicht nur traurig, sondern auch betroffen und nachdenklich“, erklärte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, in Düsseldorf. Ott ist zudem Fraktionschef der SPD im NRW-Landtag.

„Dass ein Mensch, der nach einem Trauerfall im engsten Familienkreis eine Auszeit braucht, in dieser schweren Situation persönlichen Angriffen ausgesetzt ist, darf uns als Gesellschaft nicht gleichgültig lassen.“ Politische Auseinandersetzungen gehörten zur Demokratie, so Ott. „Doch Menschlichkeit, Anstand und Respekt sind dabei in den letzten Wochen auf der Strecke geblieben.“ Wer politische Verantwortung trage, bleibe zuallererst Mensch und habe gerade in Momenten persönlicher Trauer Anspruch auf Rücksichtnahme und Mitgefühl.

Fraktionschef der SPD im NRW-Landtag, Jochen Ott

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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* 12.10.2026 – 09:36 Uhr AHMETOVIC: „BAS VERDIENT DEN ALLERGRÖSSTEN RESPEKT“

Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion zu BILD: „Bärbel Bas verdient den allergrößten Respekt für ihren persönlichen Schritt. Sie ist nicht nur eine engagierte Politikerin, sondern auch ein toller Mensch mit einem guten Charakter. Dass öffentlicher Druck in einer Zeit tiefster persönlicher Trauer zu ihrem Rücktritt beiträgt, ist sehr bedrückend. Für die anstehende Zeit, vor allem den Verlust ihrer Stieftochter zu verarbeiten, wünsche ich ihr viel Kraft.“

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* 12.10.2026 – 09:34 Uhr KLINGBEIL SAGT INDIEN-REISE AB

Nach ⁠dem Rücktritt von Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Chefin Bärbel ⁠Bas von allen Ämtern sagt Finanzminister ‌Lars ​Klingbeil ‌seine Reise ​nach Indien ab, zu der er am ​späten Montagnachmittag aufbrechen wollte. Dies teilte ​sein Ministerium mit. Auch ‌seine im Anschluss an Indien geplante Weiterreise zur Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds in ⁠Thailand liegt damit auf ‌Eis.

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* 12.10.2026 – 09:29 Uhr SCHWESIG NENNT ANGRIFFE „UNMENSCHLICH“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat nach dem Rücktritt von SPD-Chefin Bärbel Bas das Verhalten der Union scharf kritisiert. „Mein Mitgefühl gilt Bärbel Bas“, schrieb die SPD-Landeschefin am Morgen auf der Plattform X. „Ich wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Situation. Persönlich danke ich Bärbel Bas für die gute Zusammenarbeit! Die Attacken der CDU – trotz ihrer persönlichen schweren Situation – waren unmenschlich und rücksichtslos.“

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