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Bill Gates warnt vor KI: „Eine Milliarde Todesopfer“ | Politik | BILD.de

Weiter zum Hauptinhalt↵ MICROSOFT-GRÜNDER BILL GATES : „KI KÖNNTE EINE MILLIARDE MENSCHEN TÖTEN“

Unternehmer und KI-Vordenker Bill Gates (70)

Foto: picture alliance/Sipa USA 28.09.2026 – 08:48 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Berlin – Warnungen vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz werden immer lauter. Doch jetzt wird Bill Gates (70) erschreckend konkret: Der Microsoft-Mitgründer warnt vor einem Szenario mit bis zu einer Milliarde Toten: jeder achte Mensch. Eine Zahl, die zeigt, welche Dimension die KI-Gefahr nach Einschätzung des Tech-Milliardärs bereits erreichen könnte.

Gates sagte in der NBC-Sendung „Meet the Press“: „KI ist mit Sicherheit mächtig genug, Ereignisse auszulösen, die eine Milliarde Todesopfer fordern.“ Und er legt nach: „Es hat noch nie eine Waffe gegeben, die so mächtig war wie die Kombination aus Menschen mit bösen Absichten und den neuesten KI-Werkzeugen.“

Gemeint ist dabei gerade nicht das bekannte Schreckensbild einer künstlichen Intelligenz, die plötzlich ein Eigenleben entwickelt, Computer übernimmt und sich von Menschen nicht mehr abschalten lässt.

Gates hält die derzeitige Diskussion über einen sogenannten „Kill Switch“, einen Not-Aus für KI, sogar für fehlgeleitet. „Dieser Kill Switch … das ist irgendwie eine merkwürdige Sache. Es reicht nicht, einfach einen Kill Switch zu haben“, sagte er. Denn die Gefahr ist nach seiner Einschätzung schon jetzt viel konkreter.

GATES FÜRCHTET CYBERANGRIFFE UND BIOTERROR

KI könne bereits dabei helfen, hochentwickelte Cyberattacken durchzuführen. Gates sieht zudem die Gefahr, dass die Technologie für Bioterrorismus missbraucht werden könnte. Seine Warnung richtet sich deshalb vor allem auf das Zusammenspiel von hochentwickelter KI und Menschen, die sie für verbrecherische oder terroristische Zwecke einsetzen könnten.

Von der Vorstellung einer heute schon völlig außer Kontrolle geratenen Super-KI hält Gates dagegen wenig. „Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem sie sich autonom Computer schnappen und nicht mehr abgeschaltet werden können.“ Die Diskussion darüber zeige vielmehr, „wie wenig technisches Verständnis manche Leute haben“.

Statt sich auf einen großen Abschaltknopf zu verlassen, fordert Gates verpflichtende Überwachung und stärkere Schutzmechanismen. Einen generellen Stopp der KI-Entwicklung verlangte er allerdings nicht.

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Quelle: BILD 24.09.2026 AUCH ANDERE KI-BOSSE SCHLAGEN ALARM

Gates ist mit seinen Warnungen nicht allein. Anthropic-Chef Dario Amodei forderte zuletzt ein langsameres Tempo bei der Entwicklung besonders leistungsfähiger KI‑Systeme. Ohne schnelle Regeln könnten solche Systeme zu einer erheblichen Gefahr für Sicherheit und Gesellschaft werden.

OpenAI-Chef Sam Altman stimmte dieser Einschätzung öffentlich zu. Elon Musk schrieb auf X knapp: „Dario hat recht.“ Gates selbst weist jedenfalls entschieden zurück, dass die Angst vor katastrophalen Folgen der KI nur Panikmache sei. Auf die Behauptung, die Warnungen seien ein „Hoax“, antwortete er: „Nein. Das ist überhaupt kein Schwindel.“

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