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INSA-Umfrage: Rückhalt für die Merz-Regierung schwindet weiter

Während die Union unverändert bei 22 Prozent liegt, fällt die SPD auf nur noch 12 Prozent zurück. Damit werden die Sozialdemokraten erstmals seit längerer Zeit von den Grünen überholt, die auf 13 Prozent kommen. Die AfD behauptet dagegen mit 29 Prozent ihre Spitzenposition und liegt sieben Prozentpunkte vor der Union.

Auch insgesamt zeigt sich ein schwindender Rückhalt für die Bundesregierung. Seit der Bundestagswahl hat die Koalition aus Union und SPD einen erheblichen Teil ihrer Wählerbasis eingebüßt. Die aktuellen Umfragewerte verdeutlichen, dass die Regierung ihren anfänglichen Rückhalt bislang nicht stabilisieren konnte.

Für die Bildung möglicher Mehrheiten ergeben sich derzeit nur wenige Optionen. Rechnerisch hätte lediglich ein Bündnis aus Union, SPD und Grünen eine parlamentarische Mehrheit. Eine Zusammenarbeit zwischen Union und AfD wäre zwar arithmetisch möglich, wird von CDU und CSU jedoch weiterhin ausgeschlossen.

Für den aktuellen Sonntagstrend befragte das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag der Bild zwischen dem 22. und 26. Juni 2026 insgesamt 1.204 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte in Deutschland. Die statistische Fehlertoleranz der Erhebung beträgt bis zu ± 2,9 Prozentpunkte.

Merz verliert Rückhalt – Bürger bewerten wirtschaftliche Lage zunehmend kritisch

Bundeskanzler Friedrich Merz verzeichnet laut aktuellen Umfragedaten einen deutlichen Rückgang seiner Zustimmung. Rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt waren im Mai nur 16 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden. Das geht aus dem Deutschlandtrend von Infratest dimap hervor. Zum Start seiner Amtszeit im Juni 2025 lag dieser Wert noch bei rund 39 Prozent. Damit begann Merz bereits mit vergleichsweise verhaltenen Zustimmungswerten, verlor im weiteren Verlauf jedoch zusätzlich an Rückhalt.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern zunehmend kritisch bewertet. Laut einer Anfang Juni veröffentlichten Erhebung des-DeutschlandTrends von Infratest dimap sehen nur noch rund 13 Prozent die aktuelle wirtschaftliche Lage positiv. Das entspricht einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Jahresbeginn und markiert den niedrigsten Wert seit der Zeit der Eurokrise.

Auch der Blick in die Zukunft fällt eher pessimistisch aus. Mehr als die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass sich die eigene wirtschaftliche Situation in den kommenden zwölf Monaten kaum verändern wird. Rund 38 Prozent rechnen hingegen mit einer Verschlechterung, wobei dieser Anteil in Ostdeutschland besonders hoch ausfällt. Lediglich eine kleine Minderheit erwartet eine Verbesserung.

Juristisches Gutachten hält AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht für möglich

Vor dem Hintergrund der politischen Diskussionen über den Umgang mit der AfD rückt erneut die Frage nach einem möglichen Parteiverbot in den Fokus. Ein neues Gutachten liefert dazu nun eine rechtliche Einschätzung. Ein Team aus Juristinnen und Juristen sowie weiteren Fachleuten hat das Grundsatzprogramm der AfD, ihre Wahlprogramme, parlamentarische Anträge sowie öffentliche Aussagen von Parteifunktionären umfassend untersucht.

In einem Gutachten für die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) kommen die Autorinnen und Autoren zu dem Ergebnis, dass ein Antrag auf ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht Aussicht auf Erfolg haben könnte. Begründet wird diese Einschätzung unter anderem mit möglichen Verstößen gegen das Demokratieprinzip sowie die im Grundgesetz verankerte Menschenwürdegarantie.

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