Detective verschwindet im Antelope Canyon – 18 Tage später gefunden… VERHÖRT SEINEN EIGENEN LEICHEN.
Am 27. Oktober 2015 um 15:40 Uhr gab die Wüste Arizonas eines ihrer schrecklichsten Geheimnisse preis.
In einer engen, sonnigen Kurve südlich des Waterhole Canyon, wo eine Gruppe von fünf Geologen versehentlich hinabgestiegen war, strömte ein schwerer, übler Verwesungsgeruch herab.
Zwölf Meter tief zwischen den kahlen Sandsteinwänden.
Die Studenten fanden den 44-jährigen Detective Robert Dixon, der genau 18 Tage zuvor spurlos verschwunden war.
Er hatte weder um Hilfe gerufen noch versucht zu fliehen.
Völlig erschöpft und mit Brandblasen übersät, kauerte der Polizist im Halbdunkel und verhörte monoton mit gebrochener Stimme den verstümmelten Leichnam.
Der Tote schwieg, doch das hielt Robert nicht auf.
Er forderte weiterhin ein Geständnis von seinem toten Doppelgänger, dem jemand sorgfältig seine eigenen französischen Worte zugeworfen hatte.
Der Oktober 2015 war in Arizona ungewöhnlich heiß und verwandelte die Wüste in einen glühend heißen Backofen.
Die Thermometer im Schatten kletterten konstant auf etwa 43 °C, und der trockene Wind brachte keine Abkühlung und wirbelte rote Staubwolken auf.
Der 44-jährige Detective Robert Dixon, ein ruhiger und konzentrierter Polizeiveteran, dessen Karriere untrennbar mit der Aufklärung der schwierigsten und scheinbar aussichtslosesten Fälle verbunden war, kam in die Provinzstadt Paige, um dort auf eigene Faust zu ermitteln.
Laut Dokumenten, die später in seinem Büro gefunden wurden, versuchte er, einen verborgenen Zusammenhang zwischen einer Reihe älterer Fälle von verschwundenen Wanderern und einem neuen Fall aufzudecken, der noch nicht in der Presse veröffentlicht worden war.
Dixon war zutiefst überzeugt, dass die örtlichen Canyons etwas viel Schrecklicheres bargen als nur tragische Unfälle bei Touristenausflügen.
Die Ermittler rekonstruierten buchstäblich die Chronologie seiner letzten Tage Stück für Stück.
Am 8. Oktober um 25:00 Uhr checkte Robert während eines offiziellen Verhörs in ein billiges Motel am Straßenrand ein.
Der Manager des Motels bemerkte, dass der Beamte extrem erschöpft, aber äußerst konzentriert wirkte.
Laut einer Zeugenaussage verbrachte Dixon den Großteil des Abends in seinem Zimmer und breitete topografische Karten auf seinem Bett aus.
Am nächsten Morgen, dem 9. Oktober, um 6:30 Uhr, zeichneten Überwachungskameras an einer örtlichen Tankstelle seinen letzten Aufenthalt auf.
Das Video zeigt deutlich, wie der Detective zwei Gallonen Trinkwasser, eine detaillierte Karte, Energieriegel und Ersatzbatterien kauft.
Er war völlig allein und trug eine leichte Sandjacke und Wüstenstiefel.
Um 7:00 Uhr morgens überquerte sein schwerer, dunkelblauer Geländewagen die unsichtbare Grenze des Navajo-Reservats und fuhr auf dem Highway 98 in Richtung Südosten.
Laut offiziellen Mobilfunkabrechnungen wurde sein Satellitentelefonsignal zuletzt von einer Basisstation nahe dem Südeingang des Antelope Canyon empfangen.
Diese elektronische Spur riss um genau 9:00 Uhr ab.
Danach schien der Detective im heißen Wüstennebel zu verschwinden.
Es gab weder Anrufe noch Nachrichten von ihm.
Sein plötzliches Schweigen war das erste Warnsignal.
Als Robert sich nach 24 Stunden nicht meldete, startete das Sheriffbüro von Cookanino County zusammen mit bewaffneten Navajo-Patrouillen am 10. Oktober um 12:00 Uhr mittags eine großangelegte Suchaktion.
Am selben Tag, um 16:30 Uhr, entdeckte eine Hubschrauberbesatzung zwischen den Felsen eine bekannte dunkelblaue Leiche.
Dixons Fahrzeug wurde verlassen im Dreck nahe eines ausgetrockneten Bachbetts, 24 Kilometer von der Autobahn entfernt, gefunden.
Ein Spurensicherungsteam, das um 17 Uhr am Fundort eintraf, bot sich ein grausiger Anblick.
Das Auto war unverschlossen.
Die Zündschlüssel lagen im Fahrersitz.
Eine Geldbörse mit Kreditkarten und Bargeld lag auf dem Beifahrersitz, und eine Dienstwaffe befand sich im Handschuhfach.
Alles deutete darauf hin, dass der erfahrene Kriminalbeamte angehalten, sich kurz umgesehen und die Rückkehr geplant hatte.
Die Tür war jedoch halb geöffnet, und die Experten fanden keinerlei fremde Fingerabdrücke auf dem Kunststoff des Armaturenbretts und des Lenkrads.
Es gab auch keine Anzeichen eines Kampfes oder Blutspuren.
Vom Fundort des Wagens aus erstreckte sich die Suche auf ein Gebiet von über 130 Quadratkilometern.
Freiwillige und Rettungskräfte bildeten lange Ketten.
Professionelle Hundeführer durchkämmten den roten Sand und die schroffen Felsabhänge Meter für Meter.
Hubschrauber mit Wärmebildkameras kreisten ununterbrochen über den engen Schluchten.
Doch das riesige Sandsteinlabyrinth blieb völlig still.
Roberts Spuren, die die Hunde zuvor sicher vom Geländewagen aufgenommen hatten, brachen plötzlich an einer Felswand ab, nur eine Meile vom Auto entfernt.
Dem Bericht der Haupthundeführer zufolge erreichten die Tiere einen bestimmten Punkt, begannen verwirrt im Kreis zu laufen und kläglich zu winseln, bis sie schließlich die menschliche Witterung verloren.
