Weiter zum Hauptinhalt↵ ALS SPD-CHEFIN UND ARBEITSMINISTERIN : BÄRBEL BAS TRITT ZURÜCK
NACHRICHT PLATZTE IN CDU-KRISENKLAUSUR
Bärbel Bas (58)
Foto: picture alliance/dpa 12.10.2026 – 08:57 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Berlin – Bärbel Bas (58) tritt zurück! Die Bundesarbeits- und Sozialministerin erklärte heute ihren Rücktritt sowohl als Ministerin als auch als SPD-Co-Chefin. Der Hauptgrund dafür ist persönlich – doch in ihrer Erklärung kritisiert sie auch die Union.
Auf Instagram erklärte sie: „Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen, heute wende ich mich mit einer sehr persönlichen Nachricht an Euch. Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten. Diese möchte ich mir ausreichend nehmen. Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden.“
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UNION ERFUHR ES IN IHRER KRISENKLAUSUR
Nach BILD-Infos zeichnete sich diese Entscheidung schon in den vergangenen Wochen ab, Bas sagte wichtige Termine aus persönlichen Gründen ab. Als SPD-Co-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil die Spitzen des Koalitionspartners am Sonntagabend über Bas’ Schritt informierte – da saß die CDU-Spitze inklusive Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) bei ihrer Krisenklausur im Kanzleramt.
Kanzler Friedrich Merz (70, CDU), hier am späten Sonntagabend, wusste bei der CDU-Krisenklausur wohl schon über Bas’ Rücktritt Bescheid
Foto: michael körner SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (57) erklärte in einem Brief an seine Partei: „Bärbel hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere.“
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch (57)
Foto: Kay Nietfeld/dpa Und weiter: „Als Ministerin und Vorsitzende hat sie für die Werte der SPD gestritten. Sie hat Haltung gezeigt, auch wenn es unbequem wurde. Aber die Kraft ist endlich. Ich danke Bärbel von Herzen für alles, was sie geleistet hat, für ihre Leidenschaft, ihre Haltung und ihren unerschütterlichen Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Sie bleibt uns als Kollegin in der Fraktion erhalten und unser Kampf für unsere soziale Demokratie geht weiter.“
SPD-Chef Lars Klingbeil (48)
Foto: Lilli Förter/dpa SPD-Chef Lars Klingbeil (48) äußerte sich traurig über die Entscheidung von Bas. „Hinter den Ämtern sind wir alle nur Menschen“, betonte er. Deshalb könne er den Schritt persönlich nachvollziehen. „Die Angriffe gegen sie in den letzten Tagen ihrer Trauer waren unanständig. Sowas gehört sich nicht“, betonte der Vizekanzler. Bas habe „mit klarem Kompass und Geradlinigkeit“ Verantwortung übernommen und sich mit voller Überzeugung für die Menschen in unserem Land eingesetzt.
Und Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD‑Bundestagsfraktion, sagte: „Bärbel Bas verdient den allergrößten Respekt für ihren persönlichen Schritt. Sie ist nicht nur eine engagierte Politikerin, sondern auch ein toller Mensch mit einem guten Charakter. Dass öffentlicher Druck in einer Zeit tiefster persönlicher Trauer zu ihrem Rücktritt beiträgt, ist sehr bedrückend. Für die anstehende Zeit, vor allem den Verlust ihrer Stieftochter zu verarbeiten, wünsche ich ihr viel Kraft.“
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