Nicht nur in Frankfurt gehen Gerichte gegen die FIFA vor. Im Mittelpunkt steht ein Fan-Anliegen, das die WM erst so besonders macht.
Frankfurt am Main – Der Verbraucherschutz ist in Deutschland ein hohes Gut. Ausnahmen gibt es da auch nicht für einen Weltverband wie die FIFA. So hat das Landgericht Frankfurt nun eine einstweilige Verfügung gegen den von Gianni Infantino geführten Verband erlassen. Im Mittelpunkt steht die Ticketvergabe bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken. © Absolut Fussball
Der in Frankfurt am Main verabschiedete Beschluss verpflichtet die FIFA dazu, „bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen“, wie das Gericht der dpa mitteilte. Ins Rollen wurde der Stein von der Ticket-Verkaufsplattform Ticombo gebracht. Im Antrag wurden Zeitdruck, die generelle Gestaltung des Kaufverfahrens sowie fehlende Transparenz auf der FIFA-Wiederverkaufsplattform angeprangert.
Juristisches Vorgehen gegen FIFA in mehreren US-Bundesstaaten
Mit seinem Beschluss folgt das Landgericht der Argumentation von Ticombo, dürfte aber wohl nicht das letzte Wort haben. Der FIFA steht es offen, gegen den Beschluss Einspruch zu erheben und das Verfahren somit auf die nächste Instanz zu heben. So oder so wird das aktuelle Vorgehen keinen Einfluss mehr auf die gerade noch laufende Weltmeisterschaft haben. Sollte die FIFA aber gegen den Beschluss verstoßen, droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.
