Update, 16:37 Uhr: Der wiedergewählte AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat bei erfolgreichem Abschneiden seiner Partei in den ostdeutschen Bundesländern in Aussicht gestellt, dass es zu gravierenden Änderungen bei der Arbeit der jeweiligen Verfassungsschutzämter kommen könnte.
„Wir werden dafür sorgen, dass politische Parteien in diesem Land nicht mehr beobachtet werden können“, erklärte Chrupalla im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. Seine Partei plane bei Wahlsiegen in den ostdeutschen Bundesländern in diesem Jahr, jeweils den Innenminister zu stellen. „Und dann werden wir uns auch dem Thema Verfassungsschutz annehmen. Weil dann ist es eine weisungsgebundene Behörde“, so Chrupalla bei phoenix.
AfD-Parteitag in Erfurt: Weidel verhindert wohl Eklat
Update, 14:56 Uhr: Auf dem AfD-Parteitag in Erfurt drohte nahezu ein Eklat zwischen AfD-Chefin Alice Weidel und dem Thüringer Landeschef Björn Höcke. So wollte Höcke wohl einen Antrag vorlegen, der die Partei weiter nach rechts gesteuert hätte. Weidel stellte sich jedoch quer und entschärfte den Streit.
Update, 14:10 Uhr: Alice Weidel und Tino Chrupalla bleiben an der Spitze der AfD. Der Parteitag in Erfurt bestätigte beide für die kommenden zwei Jahre als Vorsitzende im Amt. Weidel griff Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in ihrer Rede scharf an. Dieser sei der Vivaldi unter den Regierungschefs: „Für alle vier Jahreszeiten eine Reformankündigung“. Und weiter: „Jedes Mal haut er kräftig auf die Pauke und danach folgt ein Streichkonzert.“ Gestrichen würden aber nur Versprechen, warf sie Merz vor. Lauten Jubel gab es im Saal für den Ausruf: „Wir werden rigoros abschieben!“

Derweil betonte Chrupalla in seiner Rede den Machtanspruch der AfD: „Wir wollen regieren“, sagte er. Man sei zu einer Volkspartei gewachsen. Dass man Oppositionsarbeit beherrsche, habe man bewiesen. „Und wir werden regieren, zuerst in einem Land, dann im Bund.“ Man müsse gut vorbereitet sein.
AfD-Parteitag in Erfurt: Weidel und Chrupalla als Spitzenduo bestätigt
Update, 13:40 Uhr: Auch Alice Weidel ist im Amt bestätigt worden. Sie erhielt 81,31 Prozent der Stimmen. Sie bleibt damit mit Tino Chrupalla Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland. Das war nur etwas mehr als beim Parteitag vor zwei Jahren, als sie mit 79,8 Prozent im Amt bestätigt worden war.
Update, 13:28 Uhr: Tino Chrupalla bleibt Co-Chef der AfD. Der Parteitag in Erfurt bestätigte den 51-jährigen Sachsen mit 70,05 Prozent der Stimmen im Amt – und damit weniger als beim Parteitag vor zwei Jahren, als er noch mit 82,7 Prozent im Amt bestätigt wurde. Es gab keinen Gegenkandidaten. Chrupalla steht seit 2019 an der Spitze der in Teilen rechtsextremen Partei. Auch Chrupallas Ko-Vorsitzende Alice Weidel sollte am Nachmittag im Amt bestätigt werden.




