AfD-Landeschef in Bayern steht nach erbittertem internem Machtkampf fest Der Landesparteitag der bayerischen AfD in Passau wurde von internen Machtkämpfen dominiert. Am Ende setzt sich Vorsitzender Protschka durch.
Update, 20. Juni, 16:15 Uhr: Stephan Protschka bleibt Vorsitzender der bayerischen AfD. Auf einem Landesparteitag in Passau wurde der Bundestagsabgeordnete mit rund 79 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
Einen Gegenkandidaten gab es nicht: Sein Bundestagskollege Reinhard Mixl hatte eine Kandidatur angekündigt, trat aber nicht an. Zuvor hatte es einen erbittert geführten internen Machtkampf gegeben. Dies gipfelte etwa in einem Brief des Teams Protschka an den AfD-Bundesvorstand. Beklagt wurde darin „der gezielte Versuch externer Netzwerke, die freie Willensbildung unseres stärksten Landesverbandes zu kapern“. Der Landeschef sah sich Druck und Drohungen ausgesetzt.
Parteitag der bayerischen AfD in Passau: Tiefe Risse in der Partei – und das Drama dahinter
Erstmeldung: Am Wochenende (20.–21. Juni) findet in Passau der Landesparteitag der bayerischen AfD statt. Mehrere Parteien, Vereine und Initiativen haben bereits Gegendemonstrationen angekündigt. Hinter den Mauern der Dreiländerhalle dürfte sich währenddessen ein Machtkampf abspielen: Der amtierende Landesvorsitzende Stephan Protschka wird herausgefordert. Der Wahlausgang gilt dabei intern alles andere als sicher – das offenbart, wie gespalten der Landesverband derzeit ist.
Der Herausforderer heißt Reinhard Mixl und ist derzeit Abgeordneter der AfD im Bundestag, ebenso wie Protschka. Beide Kandidaten haben Unterstützer aus
Bundestag und Landtag um sich versammelt. Der Ausgang der Wahl könnte davon abhängen, wer mehr Anhänger mobilisieren kann, trotz der Hitzewelle nach Passau zu kommen. Im Gegensatz zu anderen Parteien, bei denen Delegierte entscheiden, dürfen bei der AfD alle Mitglieder an den Landesparteitagen teilnehmen.
Rechtsextreme vs. Gemäßigte? Die Vorgeschichte der Streitigkeiten innerhalb der AfD
Um zu verstehen, worum es bei den Streitigkeiten innerhalb der AfD geht, muss man einige Monate zurückgehen. Beim Landesparteitag im vergangenen Herbst in Greding sollten nach einem stundenlangen Machtkampf acht Vorstandsmitglieder abgewählt werden. Protschka war nicht darunter.
Der Antrag erhielt 57,5 Prozent der Stimmen, erreichte jedoch nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit, sodass der Vorstand im Amt blieb. Die Streitlinien scheinen dabei weniger entlang ideologischer Fragen zu verlaufen. Die bayerische AfD ist eigentlich in ein etwas gemäßigteres Lager und die Sympathisanten des rechtsextremen Thüringer
